Stelle dich mal im Supermarkt an die längste Warteschlange an der Kasse…

Joghurt, Brot, Salat, Schokolade unter dem linken, Paprika, Äpfel und Frischhaltefolie unter dem rechten Arm und Handy und Geldbörse irgendwo dazwischen… so peile ich mit schnellem Schritt die Kasse an, die offensichtlich gerade erst geöffnet wurde und an der nur wenige Kunden warten…

Verschiebe deine Präsenz nicht auf morgen…

… und schwupps kommt eine Kundin mit überquellendem Einkaufswagen um die Ecke und schiebt sich noch vor mich… grrr… dabei wollte ich doch nur schnell in der Mittagspause was einkaufen…. solche Situationen kommen Euch sicher bekannt vor.

Man ärgert sich und gleichzeitig ist man gedanklich bereits längst raus aus dem Supermarkt. Denkt an die nächste Email, die man nach der Pause bearbeiten muss und hat noch nicht mal zu Mittag gegessen, denkt an den Stau auf dem Nachhauseweg, dabei ist noch lang kein Feierabend, denkt an die nervige Parkplatzsuche, dabei sitzt man noch nicht mal im Auto, denkt schon mal darüber nach wie man diese schwierige Übung hinbekommt, damit man am Abend zum super Yogi wird. Für all diese Planungen brauchen wir ja fast einen ganzen Gepäckwagen, und achja dabei steht man (ich) immer noch an der Kasse und habe nicht mal einen normalen Einkaufswagen besorgt (war ja keine Zeit).

Ja, in unserem Alltag lassen wir uns vom Strom der Betriebsamkeit mitreissen und alle Gedanken beschäftigen sich sehr oft mit der Zukunft. Wir verschieben immer öfters unsere Präsenz auf morgen. Wir fliehen quasi gedanklich aus der Gegenwart. Das kostet ganz schön viel Energie. Und das lässt uns am Abend ruhelos ins Bett fallen. Versucht doch mal ab und an das Tempo zu drosseln. Eure Präsenz in den Augenblick zu bringen.

Eine einfache Gelegenheit dazu gibt es  in der Warteschlange vor der Kasse im Supermarkt (und es gibt noch viele andere dafür geeignete Situationen).

Aktives und erwartungsfreies Warten – Innehalten – eine mini-Pause einlegen.

Zwei- dreimal tief durchatmen und die Gegend um Euch herum wahrnehmen. Mal für einen Augenblick wirklich präsent sein. Kann sein, dass Ihr diesen Moment erstmal als unangenehm empfindet. Glaubt mir, die Übung macht den Meister. Denn wer es schafft, das Tempo auf Dauer zu drosseln, minimiert körperliche Symptome wie Schlaflosigkeit, Verspannungen oder Konzentrationsmangel. Das Risiko dieser Symptome lässt sich minimieren, in dem man sich täglich ein paar Minuten Zeit nimmt, wahrzunehmen was gerade genau in dem Augenblick passiert. Das ist nicht kompliziert. Und wenn Ihr es häufiger übt, wird es ganz natürlich zur Gewohnheit. Euer Bewusstein kommt zu Ruhe und Ihr stärkt Eure Fähigkeit zu erkennen, was Ihr wirklich schätzt. Und vor allen Dingen seit Ihr viel häufiger präsent im Heute statt im Morgen.

Euer Draussen Coach

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